zur Sache

Zur Sache kommen wir auf dieser Seite. Hier wollen wir dem interessierten Leser vertiefende Information bieten. Insbesondere möchten wir auch unseren Goldhaubenfrauen verschiedenes mit auf den Weg geben. Themen, die bei den Tagungen unserer Gruppen besprochen werden, könne im Anschluss hier nachgelesen werden.

Zur Sache - Themen:

Mein perfektes Kleid

 

Zur Haube und zum Kopftuch brauchen wir ein passendes Kleid. Dazu ist es wichtig, zuerst über den Kleiderstil, der im Optimalfall auf die Figur der Trägerin abgestimmt ist, nachzudenken.

 

Natürlich spielt auch Ihr Charakter eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für das richtige Kleid und dessen Farbe. Es soll IHRE Persönlichkeit unterstreichen und sich keinesfalls wie eine Verkleidung wirken! 

 

In Punkto Farbwahl sei ein Blick in den Kasten angeraten. Haben Sie Lieblingsfarben, in denen Sie sich besonders wohl fühlen oder oft Komplimente erhalten? Generell sollte man zu Lieblingsfarbtönen für das Festtagskleid greifen und sich keinesfalls von aktuellen Modefarben zu sehr beeinflussen lassen. Schließlich sollen Sie lange Freude mit diesem besonderen Stück haben! Abzuraten ist von Neonfarben, da sie die Haut oft fahl erscheinen lassen und oft die beabsichtigte, elegante Wirkung des Festkleides konterkarieren.

 

Und noch eines Vorab: Der richtige BH ist essentiell und kann Wunder wirken. Stören einzelne Röllchen sehr, darf auch einmal Shapewear getragen werden.

Es kann aus einer Vielzahl an

·       historischen Kleiderformen ein- und zweiteilig, langärmelig (Biedermeier wie z.B. Linzerkleid, Empire,…) aus der Entstehungszeit der Goldhauben

·       Festtrachten aus der Trachtenmappe mit Spenserjackerl und

·       modernen Kleiderformen ein- und zweiteilig, langärmelig, mit verschiedensten Möglichkeiten der Auszier (Stoffrüschen, Bestickungen,…), gewählt werden. 

 

 

Zu jeder Figur gibt es das passende Kleid! Aus der Stilberatung gibt es einige Anhaltspunkte, die die Wahl des richtigen Kleides erleichtern. Dazu ist es wichtig, sich den eigenen Figurtyp näher anzusehen. Das Ziel ist eine ausgeglichene Proportion und die Betonung der Vorzüge jeder Frau durch ihr Kleid. Mittels Hinguckern, somit Lenkung des Blickes auf unsere Schokoladenseiten, wird dieser Effekt erzielt.

 

X-TYP

 

Sanduhrförmige Figur mit fülliger Brust, schlanker Taille und weiblichen Hüften.

 

Betonen Sie stolz Ihre Vorzüge mit figurnahen Schnitten. Gut geeignet sind daher taillierte Formen, die das Dekolleté betonen und die Figur schmälern, perfekt sind Prinzess- und Teilungsnähte zur Betonung der Silhouette. Hier eignen sich auch V- Ausschnitte und eckige Ausschnittformen um das Dekolleté zu inszenieren ohne dabei zu aufreizend zu wirken.

 

Zu voluminöse oder sackartige Silhouetten sollten Sie vermeiden.

 

 

A-TYP

 

Birnenförmige Figur mit kräftigen Oberschenkeln, ausgeprägte Hüftpartie.

 

Für diesen Figurtyp ist die Betonung des Oberkörpers das Mittel der Wahl um eine gute Balance zum Unterkörper zu erreichen.

 

Dafür können am Oberteil Drapierungen, Raffungen, Verzierungen oder auch kräftigere Muster und Farbtöne eingesetzt werden. Ebenso eignen sich Modelle mit Kragen oder einer besonders betonten Schulterpartie. Ausgestellte Trompetenärmel eignen sich gut, wenn der Oberarm schmal gehalten wird. Der Rockteil sollte die Hüften locker umspielen und nach unten hin ausgestellt sein. Betonen Sie die Körpermitte, das Kleid darf hier schmal anliegen.  Die Farbe nicht zu hell wählen, bei Zweiteilern den Rock auch dunkler.

 

Nicht so gut geeignet sind Kleider, die noch zusätzliches Volumen im Unterkörper erzeugen, also hier keine Raffungen, Volants, Drapierungen, zu glänzende Stoffe, Pailletten, auffällige Muster. Und den Rockteil vor allem um die Hüfte nicht zu eng sitzend wählen!

 

 

H-TYP

 

Annähernd gleiche Breite von Schultern, Taille und Hüfte, häufig androgyne Anmutung.

 

Hier müssen keine Proportionen ausgeglichen werden, sondern soll eine schmalere Taille und damit Weiblichkeit gezaubert werden. Dazu sind Kleider in A-Linie optimal. Dabei darf das Oberteil schmal und der Rock üppig ausgestellt sein oder mit Vertikalen betont werden. Die Taille kann etwas nach oben verschoben werden, insbesondere bei Bahnenröcken. Raffinierte Falten und dezente Drapierungen vor allem in der unteren Körperregion verbessern die Proportion zusätzlich. Bei besonders burschikosen Typen sollte auf Spitze und Tüll verzichtet werden!

 

Gerade erscheinende Kleiderschnitte sind hier zu vermeiden, da damit keine Taillenbetonung erreicht werden kann.

 

 

O-TYP

 

Weibliche Kurven mit einem runden Bauch, der kaschiert werden soll.

 

O-Typen sollten nicht versuchen, die Figur in weiten Kleidern zu verstecken. Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Ihre Vorzüge!

 

Wenn sie nur ein kleines Bäuchlein oder kleinere Röllchen um die Taille haben, lassen sich diese mit kleinen Drapierungen (ähnlich Wickelkleidern) überspielen.

 

Ausgeprägten O-Typen schmeicheln A-Linienschnitte oder auch Empirekleider mit lockerem Fall über Bauch und Hüfte. Gürtel unter der Brust eignen sich, um die Dekolletépartie zu betonen. Achten Sie auf die Ausschnittform! V-Ausschnitte helfen dabei, von der Problemzone abzulenken und die Halspartie optisch zu verlängern. Lockere und feminine Ärmelvarianten umspielen gekonnt die Oberarme. Nicht optimal sind bei diesem Figurtyp Kleider, die sehr eng anliegen (etwa Etuikleider, nach unten hin schmaler werdende Kleiderformen). Von Verzierungen in der Bauchregion sollte Abstand genommen werden. Wählen Sie keine zu helle Farbe, dunklere Farben strecken und machen schlank!

 

 

Y-TYP

 

Breite Schultern, gute Oberweite, schmale Hüften, schlanke Beine.

 

Modelle mit überschnittenen Schultern lassen den breiten Oberkörper schmaler wirken. Für den optischen Ausgleich sind vor allem Betonungen des Unterkörpers angeraten. Dies kann mit klassisch gezogenen Rockteilen mit großer Stofffülle erreicht werden. Auch Schößchenoberteile und darunter getragene Glockenröcke oder Modelle mit Plissees oder Volantteilen sind geeignet. Setzen Sie auf schlichte Oberteile und vertikale Schnitte. V- Ausschnitte lassen den Oberkörper schmaler wirken.

 

Nehmen Sie Abstand von Carmen-Ausschnitten oder U-Bootausschnitten und Empirekleidern, wenn Sie die Schultern nicht noch zusätzlich breiter wirken lassen möchten!

 

 

Proportionskorrekturen

 

Kurzer Oberkörper. Strecken Sie den Oberkörper mit V-Ausschnitt, Knopfleisten, langen Ärmeln (z.B. vom Daumenknöchel zum kleinen Finger schräg auslaufend) und einer leicht nach unten versetzten Taille. Vertikale Details und Längsnähte am Oberteil helfen ebenfalls zur Streckung, ebenso können längs Borten oder Zierelemente aufgenäht werden.

 

Kurze, stämmige Beine, im Verhältnis langer Oberkörper. Wenn Frau insgesamt klein ist, sind hier Kleider mit V-Ausschnitten und/oder Knopfleisten anzuraten. Diese bewirken eine optische Streckung des Körpers. Kurze Jäckchen mit Querteilungen (z.B. Schößchen). Die Betonung erfolgt insgesamt im Oberkörper, damit wird der Blick auf diesen Bereich gelenkt. Kleider und Röcke mit erhöhter Taille sorgen dafür, dass die Beine länger erscheinen.

 

Bei der Tracht Rocklängen mit der Wade endend vermeiden, sie verkürzen die Beine zusätzlich, lieber etwas oberhalb ablängen oder möglichst lang tragen.

 

Flache Brust. Auf Höhe der Brust dürfen hier gerne Falten, Drapierungen, reichlich Verzierungen wie Stoffrüschenborten (Rosmarinborte, Froschgoscherl usw.), Stickereien angebracht werden. Alle Ausschnittformen möglich, je nachdem, welche weiteren Effekte erzielt werden sollen!

 

Klein und zierlich. Maximale Kleiderlänge und V-Ausschnitt zaubern ein paar zusätzliche Zentimeter. Plissees, Volants und Falten sind gut für Röcke geeignet. Glänzende, schillernde Stoffe sind perfekt, um der Erscheinung mehr Raum zu geben.

 

Schmuck eignet sich natürlich immer, um Akzente zu setzen. Je nach Figurtyp kann dieser üppig (z.B. Kropfkette) oder dezent ausfallen, lang getragen zusätzlich zur Streckung dienen (V-Ausschnitt mit Uhrenkette, langer Perlenkette) oder zur Betonung anderer Vorzüge (große Ohrringe, Ring oder Armband) dienen. Beachten Sie dabei aber immer, nur ein Highlight zu setzten. Schließlich soll der Blick auf unsere wirklich allerbeste Seite gelenkt werden!